mPEG2-SHMethyl-Diethylenglykol-Thiol (2-(2-Methoxyethoxy)ethan-1-thiol) ist ein monodisperses, kurzkettiges Polyethylenglykol (PEG)-Derivat. Es zeichnet sich durch eine wohldefinierte Molekülstruktur und ein einheitliches Molekulargewicht aus und besteht aus einer Methoxygruppe, zwei Ethylenglykol-Einheiten und einer terminalen Thiolgruppe (-SH). Im Vergleich zu polydispersem PEG bietet monodisperses PEG Vorteile wie ein einheitliches Molekulargewicht, hohe Reproduzierbarkeit zwischen verschiedenen Chargen sowie einfache Reinigung und Charakterisierung. Dadurch eignet es sich für Anwendungen wie die Modifizierung von Goldnanopartikeln, die Biokonjugation und das Design molekularer Linker.
I. Grundlegende Informationen
| Artikel | Inhalt |
|---|---|
| Name | 2-(2-Methoxyethoxy)ethan-1-thiol |
| Abkürzung | mPEG2-SH |
| CAS-Nummer | 88778-21-6 |
| Reinheit | ≥98% |
| Löslichkeit | Löslich in Wasser und den meisten organischen Lösungsmitteln |
II. Strukturelle Merkmale und Wirkungsmechanismus
mPEG2-SH besteht aus exakt zwei Ethylenglykol-Einheiten mit einheitlichem Molekulargewicht, wodurch der Einfluss der PEG-Molekulargewichtsverteilung auf die Analyse der experimentellen Ergebnisse minimiert wird. Die terminale Thiolgruppe (-SH) dient als zentrale funktionelle Gruppe mit dualen Konjugationsmöglichkeiten:
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Gold–Schwefel (Au–S)-Bindung: Zeigt eine hohe Affinität zu Edelmetalloberflächen wie Gold und Silber und bildet stabile Oberflächenmodifikationsschichten, die sich für die Modifizierung von Goldnanopartikeln und den Aufbau von Biosensoren eignen.
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Thioetherbindungsbildung: Unterliegt Thiol-Maleimid-Kupplungsreaktionen (typischerweise bei pH 6,5–7,5) mit Maleimidgruppen, wodurch eine ortsspezifische PEGylierung von Biomakromolekülen wie Proteinen und Antikörpern ermöglicht wird.
Das PEG-Segment verleiht dem Molekül gute Wasserlöslichkeit und Biokompatibilität. Die kurzkettige PEG-Struktur trägt zur Verringerung der sterischen Hinderung bei und eignet sich für Anwendungen, die eine präzise Kontrolle der Dicke der Modifizierungsschicht erfordern.
III. Hauptanwendungen
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Modifizierung von Goldnanopartikeln: Bildet stabile kovalente Bindungen über Au–S-Bindungen, wodurch die Dispersionsstabilität der Nanopartikel und die Biokompatibilität verbessert sowie die Partikelaggregation verringert wird.
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Ortspezifische Protein-PEGylierung: Die Thiolgruppe wird spezifisch mit Maleimid gekoppelt, wodurch eine ortsspezifische Modifizierung von Proteinen, Antikörpern und anderen Biomakromolekülen ermöglicht wird.
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Biokonjugation und molekulare Linker: Dient als kurze PEG-Verbindungseinheit zur Modulation des räumlichen Abstands und der Flexibilität zwischen Biomolekülen und funktionellen kleinen Molekülen, mit potenziellen Anwendungen im ADC-, PROTAC- und chemischen Biologie-Moleküldesign.
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Selbstorganisierte Monoschichten und Biosensoren: Nutzt die Bindungsfähigkeit von Thiolgruppen an Metalloberflächen, um funktionalisierte Oberflächen zu erzeugen, wodurch unspezifische Adsorption reduziert und die Stabilität des Detektionssignals erhöht wird.
IV. Verwandte PEG-Derivate
| Name | Abkürzung | CAS-Nr. |
|---|---|---|
| Methylhexaethylenglykolazid | mPEG6-N3 | 1043884-49-6 |
| Methyldiethylenglykolthiol | mPEG2-SH | 88778-21-6 |
| Methylheptaethylenglykol | mPEG7-OH | 4437-01-8 |
| Methyloctaethylenglykolamin | mPEG8-NH2 | 869718-81-0 |
| Methylhexatriacontaethylenglykolpropionsäure | mPEG36-PA | — |
| Methylpentaethylenglykolbromid | mPEG5-Br | 854601-80-2 |
| Methyltriethylenglykoltosylat | mPEG3-OTs | 518012-62-9 |
| Methylpentaethylenglykolessigsäure | mPEG5-CH2COOH | 16142-03-3 |
| Methylheptaethylenglykolsuccinimidylcarbonat | mPEG7-SC | — |
| Methylnonaethylenglykolsuccinimidylpropionat | mPEG9-SPA | — |










