Die Arzneimittelverabreichung ist ein wichtiges Thema in der modernen Medizin. Die Auswahl geeigneter Wirkstoffträger kann die Löslichkeit von Arzneimitteln effektiv verbessern, die Verweildauer im Körper verlängern, die Wirksamkeit erhöhen und Nebenwirkungen reduzieren. Eine gängige Strategie zur Arzneimittelverabreichung besteht darin, zwitterionische Blockcopolymere mit amphiphilen Einheiten zu verwenden, die durch Selbstorganisation Mizellen mit Kern-Hülle-Struktur bilden und den Wirkstoff, wie beispielsweise das häufig verwendete Krebsmedikament Adriamycin (DOX), in ihrem hydrophoben Kern einkapseln. Auch für die Verabreichung von Nukleinsäure-Arzneimitteln können auf zwitterionischen Polymeren basierende Wirkstoffträgersysteme eingesetzt werden. Darüber hinaus können zwitterionische Polymere auch zur Konstruktion anderer strukturierter Wirkstoffträgersysteme verwendet werden: Wu und Cheng von der State University of New York in Buffalo synthetisierten ein biologisch abbaubares Poly(milchsäure)-Gerüst (PLA) und stellten PLA-SB/PTX als Kopplung zwischen dem Krebsmedikament Paclitaxel (PTX) und zwitterionischen Polymeren her. Dieses Komplex kann PTX durch biologischen Abbau freisetzen und so Tumorzellen abtöten. Durch diese Kopplung kann PTX durch biologischen Abbau freigesetzt werden, um Tumorzellen abzutöten und eine Antikrebswirkung zu erzielen; Shengfu Chen et al. von der Zhejiang-Universität stellten ein Anzwitterionpolymer-Hydrogel mit dreifacher Reaktivität auf Ionenstärke, pH-Wert und Enzyme her, wobei Polyaminosäure als Grundgerüst diente, von dem erwartet wird, dass es eine gezielte Freisetzung von Medikamenten ermöglicht.










